|
Die Gemeinde Leuben-Schleinitz
Der Hauptort der Gemeinde Leuben-Schleinitz liegt im Ketzerbachtal am Zusammenfluß von Dreißiger Wasser und Ketzerbach, ca. 15 km westlich der Kreisstadt Meißen.
Zum ersten mal urkundlich erwähnt wurde Leuben im Jahr 1069 als „Burguuarde Luvine in Pago Dalmince“.
Überragt wird die Ortslage von Leuben von der sich auf einem Bergsporn befindlichen Kirche mit Friedhof. Die Lage des Kirchberges im Mündungswinkel beider Bäche und die hohen Felswände deuten auf eine ursprüngliche Anlage zu Wehrzwecken hin.
Durch das hier vorherrschende geschützte warme Klima des Ketzerbachtales wurde eine artenreiche Pflanzen-und Tierwelt gefördert. Wer im Mai seine Schritte in unsere Gemeinde lenkt, der wird die herrliche Baumblüte an den Straßenrändern und auf den Streuobstwiesen bewundern können.
Der Ketzerbach der dem Tal seinen Namen gab, durchfließt die „Lommatzscher Pflege“ eines der fruchtbarsten Gebiete Deutschlands, auf einer Länge von 30 km, bis er bei Zehren in die Elbe mündet. Seinen vielen Windungen verdanken wir die typischen, architektonisch wertvollen Brückenbauten von Eisenbahn u. Straße. Am wohl eindrucksvollsten ist sicher die Dreibogenbrücke am nördlichsten Ortseingang von Leuben.
Auf seinem Weg trieb der forellenreiche Bach eine große Zahl von Wassermühlen an, die den reichen Getreideertrag der Landwirtschaft verarbeiten. Als letzte der noch völlig intakten Mühlen sei die „Niedermühle“ in Graupzig erwähnt.
Charakteristisch für dieses Land sind die großen Vierseithöfe der Bauern als Ausdruck der Fruchtbarkeit des Ackerlandes. Nicht umsonst nannte man die Region, die Kornkammer Sachsens.
Wanderungen entlang des Ketzerbaches, hier und da wird man auf das Vorhandensein des unter Schutz stehenden Elbebiebers stoßen, sowie in das „Burgstädtchen“ bei Graupzig mit den slawischen Wallanlagen oder zum „Großholz“ mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der Gemeinde sind zu jeder Jahreszeit interessant. Auch das Wasserschloss im Ortsteil Schleinitz findet seine Bewunderung und zieht Woche für Woche interessierte Bürger an. Das sanierte Schlossensemble ist Kultur- und Begegnungszentrum der Lommatzscher Pflege. In unmittelbarer Nähe des Schlosses, im Speicher des Rittergutes, haben die Mitglieder des Fördervereines alte Gegenstände des ländlichen Brauchtums zusammen getragen und eine Ausstellung gestaltet.
|